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Riesiger Rückhalt! Protestaktion für Gesundheitsversorgung und Krankenhaus Stockach

Die Aktion am Freitag vor dem Krankenhaus Stockach zeigte eindrücklich, wie viele Menschen die Gesundheitsversorgung vor Ort wichtig finden und erhalten wollen. Sie stehen hinter dem Krankenhaus und gegen das Beitragsstabilisierungsgesetz, über das im Sommer abgestimmt werden soll und das starke Einschnitte bei der Patientenversorgung bedeuten würde.

Krankenhausgeschäftsführer Bernd Zimmermann schildert die Situation. Bild: Werner Gaiser

Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Zimmermann dankte den Anwesenden, zu denen auch Gemeinderäte, Aufsichtsratsmitglieder, der Krankenhausförderverein und der CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Stetter gehörten, dass sie mit der Teilnahme ihre Wertschätzung zeigten. „Heute stehen wir hier gemeinsam für die Gesundheitsversorgung in Stockach, für die Ortsteile und die Verwaltungsgemeinschaft mit rund 32.000 Einwohnern zusammen“, sagte Zimmermann. „Uns allen ist das Krankenhaus Stockach wichtig, doch die aktuellen Sparpläne der Bundesregierung gefährden diese Versorgung.“

Was durch das geplante Gesetz droht

Um Einschnitte bei der Patientenversorgung zu verhindern, müsse das geplante Gesetz in dieser Form verhindert werden. Mit einem symbolischen Bauzaun und Banner wurde das Krankenhaus „geschlossen“, um zu zeigen: Ohne Geld, keine Versorgung. Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser im Land sei ohnehin schon schwierig, doch durch das Gesetz würde sich dieser Druck noch erhöhen. Das würde bedeuten, dass die Gehälter des Personals und Tariferhöhungen nicht mehr voll finanziert wären, die Belastung steigen würde und bei höheren Bürokratiekosten weniger Geld für die Patientenversorgung da wäre.

Sie finden die Aktion wichtig (von links): Martin Bosch (CDU-Gemeinderat), Rolf Bart (Vorsitzender des Krankenhausfördervereins) und Christoph Stetter (CDU-Landtagsabgeordneter und Gemeinderat). Bild: Ramona Löffler

Laut Zimmermann würde sich das Defizit des Krankenhauses Stockach um rund 1,2 Millionen Euro erhöhen. „Es geht hier um Menschen – um Notfälle. Und Menschen, die medizinische Hilfe benötigen, lassen sich nicht wegsparen“, betonte Zimmermann.

Er appelierte an alle politischen Vertreter, sich einzusetzen, um das Beitragsstabilierungsgesetz zu stoppen. „Wir brauchen keine weiteren Kürzungen. Wir brauchen eine zuverlässige und planbare Krankenhausfinanzierung“, so der Geschäftsführer.

In kleinen Gruppen unterhalten sich die Anwesenden über das Krankenhaus und die Gesundheitsversorgung. Bild: Ramona Löffler

Die Menschen schätzen das Stockacher Krankenhaus

Gespräche der Teilnehmer untereinander, mit Ärzten und mit den anwesenden Polikern zeigten, dass sie wie Zimmermann denken. Und alle stehen voll hinter dem Stockacher Krankenhaus. Die Anwesenden erzählten in den Gesprächen von sehr guten Erfahrungen und warum sie die Gesundheitsversorgung vor Ort so wichtig finden. Und viele dieser zufriedenen Patienten sind inzwischen Mitglieder des Krankenhausfördervereins, einem der größten oder vielleicht sogar der größte in Deutschland. Er hat inzwischen fast 2000 Mitglieder, Tendenz steigend.

Ebenso kam in einer Gruppe auf, wie viele Häuser in der Region schon geschlossen wurden, zum Beispiel Radolfzell, Pfullendorf, Markdorf und einige mehr. Manche noch recht frisch, andere schon etwas länger. Stockach soll offen bleiben, sind sich alle einig.

Sie finden das Krankenhaus wichtig (von links): Die Gemeinderäte Wolf-Dieter Karle (Freie Wähler), Martin Bosch (CDU), Michael Mende (Freie Wähler) und Alexander Buhl (Freie Wähler) sowie Krankenhausgeschäftsführer Bernd Zimmermann. Bild: Ramona Löffler

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