Rot-weiße Absperrzäune zeigen es an: Die japanische Brücke im Schlösslepark ist nicht mehr verkehrssicher. Daher gab es im Gemeinderat von Bodman-Ludwigshafen den Vorschlag, das kleine Bauwerk, das einen überwiegend dekorativen und touristischen Zweck hat, für rund 30.000 Euro neu zu bauen. Momentan kann man die Stelle einfach über die Wiese umgehen.
Bürgermeister Christoph Stolz erklärte, er habe sich die Brücke mit den Technischen Diensten angeschaut und der Unterbau sei nicht mehr in Ordnung. Man habe sie daher aus Sicherheits- und Haftungsgründen umgehend gesperrt.
Die Situation, der Neubauvorschlag und das vorliegende Angebot lösten so einige Fragen und Gedanken bei den Räten aus. Christian Pichler (CDU) war für einen Ersatz, wurderte sich jedoch, dass im Angebot keine Lieferzeit genannt war. Er merkte auch an, das vorliegende Gutachten sage nichts von Einsturzgefahr. Stolz erwiderte daraufhin, man könne ihm und den Technischen Diensten mit der Einschätzung eines notwendigen Neubaus vertrauen.
Brücke soll langlebiger werden
Florial Stegen (CDU) findet die Brücke zwar schön, fragte aber, ob man sie wirklich brauche oder ob ein anderes Aussehen als der japanische Stil möglich wäre. Er schlug eine einfachere Variante aus Edelstahl vor. Sein CDU-Kollegen Daniel Trisner hakte direkt ein, er plädiere für die gebogene Holzbrücke, da dies sehr attraktiv aussehe und dort ein beliebter Fotospot sei.
Eine weitere Stimme für den Neubau aus Holz kam von Christoph Leiz (Grüne). Auch er war für eine zügige Erneuerung, während CDU-Rat Alwin Honstetter bedauerte, dass nur dieses eine Angebot vorlag.
Honstetter schlug eine Unterkonstruktion aus Stahl vor, auf der man den Holzbelag bei Bedarf jederzeit austauschen könne. Sonja Hildebrand (Freie Wähler) unterstützte dies, da so eine Konstruktion am langlebigsten wäre.
Der Zeitplan ist noch offen
Letztendlich ermächtigte der Gemeinderat den Bürgermeister einen Auftrag in Höhe von bis zu 35.000 Euro für eine japanische Holzbrücke mit Stahlunterbau sowie 2000 Euro für die Statik zu vergeben.
Wie schnell Abriss und Neubau beginnen könnten, blieb in der Sitzung offen. Die Brücke bleibt auf jeden Fall weiter gesperrt und man kann sie ein paar Meter daneben auf der Wiese umgehen.

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