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Jetzt wird es ernst: Parken an der Marienschlucht kostet nun 6 Euro am Tag

Schrankenlos und mit Kennzeichenerkennung – so funktioniert das gebührenpflichtige Parksystem, das nun auf dem Parkplatz oberhalb der Marienschlucht steht. Die Gemeinde Allensbach, auf deren Gemarkung sich diese Fläche befindet, teilt nun öffentlich mit, dass ab dem 10. Juni Nachverfolgungen stattfinden.

BIs dahin ist also eine Art Einführungsphase, in der sich die Wanderer daran gewöhnen können, dass die Zeit des kostenlosen Parkens vorbei ist. Ein Grund für die Einführung dieses Parksystems, das vor einigen Wochen angfekündigt wurde, ist es, das Parkchaos dort in den Griff zu bekommen.

Die Marienschlucht wurde Ende März nach rund elf Jahren Sperrung wiedereröffnet und der Besucherandrang ist enorm. Entlang der Straße wurden bereits zusätzliche Parkflächen geschaffen, doch Autos stehen auch immer wieder im Halteverbot, wo sie im Ernstfall Rettungsfahrzeuge behindern würden.

Keine Stundenpreise, nur ein Tagesticket

Was das Parken kostet und wie es funktioniert, ist einfach: Es gibt ein Tagesticket, das 6 Euro kostet. Bei der Einfahrt erfasst eine Kamera das Kennzeichen. Die Zahlung ist mit Karte am Kassenautomat (kein Bargeld) oder online möglich – dort muss man das Kennzeichen bei der Bezahlung angeben. Wer nicht zahlt, erhält Post und es werden 56 Euro fällig. Die Gemeinde teil im sozialen Netzwerk Facebook mit: „Wichtig: „Ab dem 10.06.2026 finden Nachverfolgungen statt.“

Rettungswege müssen mindestens 3,05 Meter breit sein. Deshalb wird kontrolliert, ob Fahrzeuge wie dieses im Halteverbot stehen. Bild: Ramona Löffler

Der Allensbacher Gemeinderat hat die Entscheidung sehr zügig getroffen und das neue Parksystem geht nun in Rekordzeit in Betrieb. Der Gemeindevollzugsdienst kontrolliert auch regelmäßig, ob Fahrzeuge im Halteverbot stehen.

Das Thema Toiletten beschäftigt die Gemeinden auch

Auf dem Parkplatz stehen inzwischen als kurzfristige Lösung für die große Toiletten-Frage in der Marienschlucht zwei Dixieklos. Die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen, die den Anlegesteg am Fuß der Marienschlucht besitzt, arbeitet aber auch an einer Lösung für den unteren Schluchtbereich. Die Verwaltung hält sich zwar noch bedeckt, bis alles spruchreif ist, doch im Zusammenhang mit einem anderen Thema deutete Bürgermeister Christoph Stolz vor einigen Wochen im Gemeinderat an, dass das zweite Schiff des Schifffahrtsbetriebs Deinis etwas mit der Lösung zu tun hat.

Das legt den Schluss nahe, dass es vermutlich hingebracht wird, und Besucher die Toilette nutzen können. Ob es wirklich so ist und ab wann das beginnt, ist noch unklar. Aufgrund des Naturschutzes ist das Thema Toilette sehr kompliziert, wie Projektleiter Matthias Weckbach über die Jahre immer wieder dargestellt hat. Der Bereich Marienschlucht liegt auf den Gemarkungen von Bodman-Ludwigshafen, Allensbach und Konstanz.

Mit dieser Grafik erklärt die Gemeinde Allensbach auf Facebook, was nun gilt.

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