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Spuren des Lebens erfüllen nun das Honold-Haus: Ausstellung beginnt erfolgreich

Künstlerin Christel Neumann hat das kulturelle und künstlerische Finale einer wichtigen Phase im Honold-Haus in Stockach eingeläutet. Ihre Ausstellung „Spuren des Lebens“ begleitet die letzten beiden Wochen, in denen die Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Stockacher Innenstadt läuft. „Es freut mich, dass zum Ende Kunst einzieht“, sagt Kulturamtsleiterin Corinna Bruggaier. Mit den Bildern sähen die Räume toll aus.

Und das stimmt eindeutig. Die Wände sind für solche Formate und Farben wie gemacht. Sie wirken wunderbar und sind auch sehr stimmig arrangiert, so dass es Freude macht, durchzulaufen.

Ein sehr passender Titel

Das Motto der Ausstellung passt perfekt zum Gebäude, seiner Vergangenheit und dem, was die Einwohner an Ideen für die Zukunft hinterlassen. Am gebäude sieht man, wie dort gelebt wurde, die Bilder bestehen aus verschiedenen Materialen und haben verschiedene Themen des Lebens – und die Aktion im Haus dreht sich um die künftigen Spuren.

Diese Parallelen zogen auch die Redner bei der Vernissage. Bürgermeisterin Susen Katter würdigte Christel Neumann, Angelika Domenig hielt eine Laudatio. Und der volle Raum und die Besucher, die sogar durch die offenen Türen zuhörten, zeigten das große Interesse an der Ausstellung.

35 Werke in allen Größen

Bereits an der Treppe in den ersten Stockach geht es mit den ersten von rund 35 Werken los. Christel Neumanns Bilder haben alle möglichen Größen und Materialien – von Aquarellfarbe bis hin zu echtem Rost, der eingearbeitet ist. Und die Ausstellung geht sogar etwas über die reinen BIlder hinaus, da sie sich zu den Themenbereichen, in die sie gegliedert ist, besondere Texte ausgedacht hat.

Susen Katter nannte die Ausstellung den „krönenden Abschluss“ des halben Jahres, in denen die Bürger das Haus mit Leben füllen und ihre Spuren hinterlassen durften. Sie finde es toll, wie das Thema der Bürgerbeteiligung alle so bewege und wie gut die Ausstellung dazu passe.

Eine Besonderheit an „Spuren des Lebens“ sei, wie kurzfristig diese Ausstellung auf die Beine gestellt worden sei. Am Rosenmontag, also vor rund einem Monat, sei die Idee aufgekommen und mit perfekter Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten umgesetzt worden. Dafür sprach sie allen einen großen Dank aus. „Es ist großartig, was entstehen kann, wenn alle anpacken“, sagte sie und wünschte Christel Neumann eine erfolgreiche Ausstellung.

Mut und Neugier treiben die Künstlerin an

Angelika Domenig gab den Besucher Einblicke in das Schaffen von Christel Neumann und mit welcher Leichtigkeit und Leidenschaft sie ihre Werke gestalte. Sie rief die Anwesenden dazu auf, sich viel Zeit zu lassen, die Bilder auf sich wirken zu lassen. „Die Landschaften erzählen von Reisen und Lebensfreude verbindet alle Werke“, beschrieb sie. Die Malerin sei im Lauf der Jahre immer neugieriger und offener geworden, was man an der Entwicklung der Techniken sehen könne. „Ich seine deine Kunst, deinen Mut und deine Neugier – ich bewundere dich sehr“, sagte sie.

Die Worte der beiden Frauen berührten Christel Neumann sehr und der Applaus unterstrich, dass auch andere so denken und von den Werken beeindruckt sind. Immerhin waren auch einige schon deutlich vor Beginn der Vernissage im Haus unterwegs, um schon anzuschauen, was jetzt in den Zimmern und Fluren im ersten Stock hängt.

Die Vernissage zeigte übrigens nicht nur, wie gut so eine Veranstaltung und BIlder an den Wänden in das Haus passen – auch die Akkustik ist sehr gut. Markus Schwab und sein Musikschüler setzten klangvolle Akzente während der Vernissage.

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