Änderungen beim Sperrmüll gegen Möbelberge in der Stockach – hilft das?

Jetzt gilt es: Wer Sperrmüll loswerden will, muss in Stockach nun die kostenlose Abfuhr anmelden. Drei feste Abfuhrtermine für Altholz, Sperrmüll und Elektrogroßgeräte sind nun in Stockach Vergangenheit. In manchen anderen Städten wie Radolfzell ist das schon lange so. Aber warum kommt die Änderung in Stockach?

Die Hoffnung der Verwaltung liegt in einer Vermeidung der typischen, wochenlangen Müllberge im Stadtgebiet, die immer vor und nach den Abfuhrterminen aufgetreten sind. Sperrmüll war wochenlang im Stadtbild präsent, da manche ihre Sachen zu früh oder zu spät rausgestellt haben oder Gegenstände auf der Straße gelandet sind, die gar nicht auf den Sperrmüll gehören. Nun muss das Was und Wieviel angemeldet werden und man bekommt dann einen Abfuhrtermin zugeteilt. Was nicht angemeldet ist, wird nicht mitgenommen.

Verbesserung oder nicht?

Die ganz großen Abfallberge sollten so theoretisch der Vergangenheit angehören, aber dafür taucht unter dem Jahr öfters mal hier und da Sperrmüll auf, der im besten Fall schnell wieder weg ist. Also eine Verbesserung? Es sollte zumindest helfen, dass die Stadt nicht über längere Zeit wie eine Müllkippe aussieht, aus Erfahrung aus einem zeitweiligen Wohnort mit diesem Modell weiß ich aber auch: Manche schmuggeln ihre Sachen dazu und manchmal nimmt die Abfuhr dann die falschen Sachen mit und lässt etwas Angemeldetes stehen.

Die abtrennbaren Anmeldekarten und die Erklärung, was abgehoilt wird. Bild: Ramona Löffler

Ich glaube, die ideale Lösung gibt es nicht, aber ich bin gespannt, wie es sich in Stockach einspielt. Ein großer Vorteil ist auf jeden Fall, dass man so jederzeit vor einem Umzug etwas Ballast loswerden kann, wenn man nicht an die fixen Termine gebunden ist.

Das Ganze funktioniert übrigens so: Mit den Anmeldekarten, die im „Stockach informiert“ beilagen, kann man sich entweder per Post oder alternativ per Mail im Internet anmelden. Wer keine Karten erhalten hat, kann sich beim Bürgerbüro melden, um eine Sperrmüllnummer zu erhalten. Bei der Anmeldung muss man die ungefähren Mengen an Sperrmüll und Altholz angeben. So kalkuliert die Abfuhrfirma ihre Touren und teilt rechtzeitig einen Termin mit. Meist liegen ein paar Wochen zwischen Anmeldung und Abfuhr. Pro Termin und Haushalt werden maximal 3 Kubikmeter mitgenommen, also 3 mal 1 mal 1 Meter, steht auf den Karten.

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