War. Das. Heiß. So hohe Temperaturen hatte vielleicht noch keine Sommeraugenweide in Ludwigshafen. Die 14. Auflage des Kunsthandwerkermarkts bot wieder genau das, was der Name sagt: Eine Augenweide an tollen, fantasievollen und hochwertigen handgemachten Waren. Das Wetter hatte allerdings gleich mehrere Auswirkungen: Die Hitze verlagerte die Besucherströme in die früheren Stunden, während jeweils in der zweiten Tageshälfte weniger los war, und heftige Windböen am Sonntagnachmittag zwangen viele Stände zu einem früheren Ende.

Da am Samstagmorgen zur Eröffnung bereits viele Besucher unterwegs und neugierig auf die 80 Stände waren, hielt sich Bürgermeister Christoph Stolz bei der offiziellen Eröffnung im Kreis der Organisatoren und Aussteller kurz. Er freue sich, viele bekannte und neue Aussteller zu sehen, und dankte Jürgen Mayer und Veronika Jäger, dass sie die Augenweide wieder auf die Beine gestellt haben.

„Es ist immer ein riesiges Highlight, die Augenweide hier bei uns in der Gemeinde haben zu dürfen“, sagte Stolz. Die Teilnehmer würden mit der Liebe zu ihrem Handwerke eine ganz tolle Atmosphäre schaffen. Er hob zudem hervor, wie stabil das Wetter in diesem Jahr sei.
Fröhliche Stimmung trotz Hitze
Ja, es blieb stabil trocken, hätte aber ein paar Grad weniger haben dürfen. Die Aussteller, zu denen auch ich, die Autorin dieses Artikels gehört habe, hatten es bei Temperaturen deutlich über 30 Grad nicht leicht. Jeder kleine Windstoß war willkommen. Auch bei den Besuchern. Viele kamen gezielt und ließen sich von der Hitze nicht abhalten, andere schauten auf dem Weg zum Baden vorbei. So sah man Menschen mit Badetaschen, Einkaufstüten und großen Lieblingsstücken in der Hand, zum Beispiel den menschengroßen Dekoblumen von einem Stand im Schlösslepark. Die Stimmung war sehr fröhlich und man sah viele glückliche Gesichter.

Abkühlung spielte eine große Rolle. Während mancher Aussteller zwischendurch kurz in den See ging, nutzen andere auch den Brunnen zwischen Adler und Zollhaus. Dieser wird an solchen Tagen zum Pool für Groß und Klein, Mensch und Tier. Kinder plantschen, Erwachsene kühlen ihre Füße ab.
Heftige Windböen am Sonntag
Am Sonntag waren direkt zum Beginn um 10 Uhr schon viele begeisterte Besucher unterwegs. Erst schien der Tag gleich wie der Samstag zu laufen, doch dann kam anderthalb Stunden vor dem offizielen Schluss plötzlich ein hetiger Wind vom Land Richtung Wasser auf. Damit hatte vor allem die Standreihe an der Mole so stark zu kämpfen, dass sogar Besucher halfen, Karten festzuhalten oder einzusammeln.

Während ich dann schnell eingepackt habe, damit nicht mehr als zwei bereits beschädigte Teile kaputt gingen, kamen bei den langjährigen Teilnehmern Erinnerungen an die Sommeraugenweide vor rund zehn Jahren hoch, als ein Sturm viele Pavillons und Waren zerstört hatte. So schlimm wurde es dieses Mal natürlich nicht, nur der Abbau lief etwas früher.
Im Oktober kommt übrigens wie gewohnt die zweite Augenweide des Jahres: Vom 21. Oktober bis 1. November findet täglich von 10 bis 18 Uhr auf allen drei Stockwerken des Zollhauses die Galerie Augenweide statt – Eintritt frei.



























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