Die Baumfällungen im Park in Zizenhausen sorgen für große Diskussionen. Dabei gibt es laut Ortsvorsteher Michael Junginger auch Unterstellungen, dass sie nur gefällt worden seien, um Platz zu schaffen. Dies stimme absolut nicht und sehe man auch deutlich an den gefällten Stämmen, betont er. Die Stämme alten Linden sind teilweise hohl.
Junginger erläutert, ein Baumexperte habe die historischen Bäume als nicht mehr standsicher eingeordnet. Baumkletterer hätten im vergangenen Jahr die Kronen beschneiden sollen, doch diese seien schon ziemlich kaputt gewesen. „Der Hallimaschpilz sitzt in der Wurzel. Ein Baum kann gesund aussehen, ist es aber nicht“, erklärt er.

Im Ortschaftsrat sei schon vor rund einem halben Jahr über die notwendigen Fällungen gesprochen worden. Immerhin würden dort im Park Kinder spielen oder Erwachsene Boccia spielen. Umsturzgefährdete Bäume seien da ein Sicherheitsrisiko.
Insgesamt handele es sich um 6 Bäume, die gefällt worden seien, fasst Junginger zusammen. Alle anderen würden noch stehen. Er weist auch darauf hin, wie viele Ehrenamtliche im Park aktiv seien und sich um die anstehende Umgestaltung zum barocken Park kümmern würden.

Auch die Stadtverwaltung Stockach weist auf die Notwendigkeit der Arbeiten hin. In den Sozialen Medien schreibt sie: „Die Bäume waren vom Hallimaschpilz befallen – ein Pilz, der die Wurzeln angreift und dadurch die Standsicherheit massiv beeinträchtigt. Das Tückische daran: Von außen war der Schaden nicht erkennbar. Erst in den auseinandergesägten Stämmen wurde deutlich, dass es sich um kernfaules Holz handelt.“
Im Herbst sollen entlang des Weges wieder sechs neue Winterlinden gepflanzt werden. „Dieses Mal mit größerem Abstand zueinander – damit sie sich langfristig gesund und kräftig entwickeln können“, so die Stadtverwaltung.

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