Und plötzlich war einfach auf: Das Restaurant Linde in Bodman ging am Wochenende früher in Betrieb als geplant. Eigentlich wollten die Schwestern Jessica und Alicia Heer erst Anfang Mai eröffnen, aber alles habe gepasst und sie hätten sich bereit gefühlt.
Also sei das Restaurant spontan und ohne große Feier in Betrieb gegangen – und einige Gäste fanden auch direkt den Weg, wie mehrere besetzte Tische am Sonntagabend zeigten. „Wir freuen uns auf die Gäste“, sagt Jessica Heer, die Freude über den Start strahlt. „Die Linde soll ein Treffpunkt für Einheimische und die Region werden.“

Die Blautöne des Bodensees finden sich im neugestalteten Restaurant und auf der Terrasse wieder und schaffen so eine besondere Atmosphäre. Der See solle auf diese Art umso mehr wirken, beschreibt Jessica Heer. Auf der Terrasse und an den Fenstertischen hat man zudem einen wundernbaren Ausblick. Alles sieht sehr edel und einladend aus – die Speisekarte ebenfalls. Dort ist viel Regionales dabei und speziell auf den See oder Bodman gemünzt. Aber keine Sorge, die Küche ist trotzdem bodenständig und die Preise sind es auch.
Regionales spielt eine große Rolle
Die Linde bietet von Dienstag bis Sonntag von 17.30 bis 20.30 Uhr warme Küche. Sie öffnet bereits ein, zwei Stunden vorher mit Kaffee und Kuchen. Beides kommt aus der Umgebung: Der Kaffee von der Rösterei Kabo aus Überlingen und der Kuchen von Nini in Bodman.



Auf der Karte sind der Bodensee deutlich. Natürlich gibt es Fischgerichte und fast überall ist etwas Regionales dabei: Im Linden-Salat, einer Abwandlung des Ceasars Salad, gibt es Apfelspalten und Heggelbacher Felsbrocken – das ist ein Käse aus Herwangen-Schönach. Beispiele aus anderen Gerichten sind Reichenauer Pflücksalate oder selbstgemachte eingelegte Gurken oder selbstfermentiertes Gemüse und handgemachte Spätzle.
Das Angebot soll sich etablieren, später wachsen
Jessica Heer erklärt, die Linde wolle erst mal klein anfangen und sich entwickeln. Mittagessen werde es später bei entsprechender Nachfrage geben. Sie und ihre Schwester können sich zu einem späteren Zeitpunkt auch Veranstaltungen wie Kochkurse vorstellen, sagen sie auf Nachfrage. Zunächst gelte der Fokus aber dem Kerngeschäft.

Beide sind vollmotiviert und freuen sich über die positive Resonanz aus dem Ort, die sie bereits erhalten hätten. Sie wissen um die Bedeutung des Gebäudes für den Ort und fühlen sich dort sehr wohl. Die Eltern leben bereits seit einer Weile in Bodman, nun sind auch die Töchter hergezogen.
Das Restaurant und Hotel Linde ist ein Familienunternehmen. Jessica und Alicia Heer führen es, der Vater steht als Berater zur Seite. Die jungen Frauen sind vom Fach und kennen sich aus – Jessica ist ausgebildete Hotelfachfrau und Alicia ist Controllerin. Ursprünglich stammt die Familie aus Stuttgart.
Bodensee-Farben für die Atmosphäre
Der Hotelbetrieb beginnt übrigens Anfang Mai, wobei die Buchungsmöglichkeiten jetzt im Internet starten sollen. Die Linde verfügt laut Jessica Heer über 12 Doppelzimmer und zwei Suiten. Auch Tische im Restaurant können online gebucht werden. Aktuell stehen innen bis zu 100 Plätze zur Verfügung, auf der Terrasse bis zu 50. Damit man auch bei kühlem Wetter draußen sitzen kann, gibt es hellblaue Decken, wie wie die Stühle und Dekoration die verschiedenen Seefarben aufgreifen.

Zwischen dem Kauf der Linde und der Eröffnung sind nun keine fünf Monate vergangen. Die Schwestern erzählen, die Familie habe das Gebäude im Januar gekauft und sei dann direkt in die Planung, Umgestaltung und Personalsuche gegangen.
„Wir haben tolle Mitarbeiter aus Bodman und der Region gefunden“, sagen sie. Es seien Menschen, die den Ort kennen und wissen, was hier gefragt sei. „Das bringt Heimat rein“, ergänzen die Schwestern, die sich auch freuen, dass sie Arbeitsplätze schaffen konnten.

Und was mögen sie am Haus am liebsten? Die Antwort ist nicht ganz so einfach, aber Jessica liegt das Restaurant mit seinem Flair sehr am Herzen und Alicia mag den Wintergarten mit dem Blick auf den See sehr gerne. Das Lokale und die Verbindung spiegeln sich im Logo der LInde wieder: Ein Lindenblatt für die Herzlichkeit über Wellen, die für den Bodensee stehen, auf einem Strich, der den Grund und die Bodenständigkeit symbolisiert – so beschreibt Jessica Heer die Bedeutung.
Infos gibt es im Internet auf der Homepage der Linde.

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