Wichtiger Meilenstein für die Zukunft des Krankenhauses Stockach ist geschafft

Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten: Das Stockacher Krankenhaus hat einen wichtigen Meilenstein geschafft. Der Medizinische Dienst (MD) Baden-Württemberg hat laut einer Pressemitteilung der Stadt Stockach im Rahmen der aktuellen Krankenhausplanung die Qualitätsvoraussetzungen für die beantragten Leistungsgruppen am Krankenhaus Stockach geprüft. Für sechs für das Krankenhaus wesentliche Leistungsgruppen wurde die Erfüllung der gesetzlich vorgegebenen Qualitätskriterien bestätigt, gibt Bürgermeisterin Susen Katter.

Und was bedeutet das? Im Hinblick auf die Krankenhausreform brauchen die Krankenhäuser diese Leistungsgruppen. Sie dienen dazu, medizinische Leistungen zu bündeln und die Krankenhausplanung sowie Vergütung zu steuern. Beim Krankenhaus Stockach geht es im aktuellen Gutachten um folgende Leistungsgruppen, die auch künftig weiter angeboten werden dürfen: Allgemeine Innere Medizin (LG 1), die Allgemeine Chirurgie (LG 14), die Hüft-Endoprothetik (LG 23), die Knie-Endoprothetik (LG 24), Wirbelsäuleneingriffe (LG 28) und die Intensivmedizin (LG 64).

„Wichtige und erfreuliche Nachricht“ fürs Krankenhaus

„Das Ergebnis bestätigt, dass wir in den für unser Haus wesentlichen Leistungsgruppen die geforderten Qualitätskriterien erfüllen“, so Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Zimmermann laut der Mitteilung. „Das ist für das Krankenhaus Stockach und insbesondere für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige und erfreuliche Nachricht. Mein Dank gilt unserem gesamten Team, das mit seiner täglichen Arbeit die Voraussetzungen dafür schafft.“

Bernd Zimmermann ist der Geschäftsführer des Krankenhauses Stockach, dessen Träger die Stadt Stockach ist. Bild: Ramona Löffler

Bürgermeisterin Susen Katter erklärt: „Ich freue mich sehr über das Ergebnis des Medizinischen Dienstes. Es ist eine gute Nachricht für unser Krankenhaus und für Stockach. Die positive Bewertung in sechs für uns wichtigen Leistungsgruppen schafft Klarheit und bestätigt die gute Arbeit, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses jeden Tag geleistet wird.“

Großes Defizit und viel Hilfe

Diese positiven Gutachten seien für das Krankenhaus Stockach von großer Bedeutung, auch wenn es ansonsten angespannt bleibt. Denn das beschlossene Beitragsstabilisierungsgesetz bedeutet weniger Geld für die Krankenhäuser. Zimmermann rechnet in Stockach mit rund 1,2 Millionen Euro weniger – das Defizit des Krankenhauses, das die Stadt ausgleicht, steigt somit.

Ungeachtet aller Zahlen ist das Krankenhaus auf Erfolgskurs: Patienten von überall her kommen gerne und teils auch ganz gezielt dorthin, um sich behandeln zu lassen. Auch der Krankenhausförderverein mit einer Mitgliederanzahl von fast 2000 Personen aus der nahen und weiteren Umgebung zeigt deutlich, wie wichtig den Menschen das eigenständige, städtische Krankenhaus ist. Der Förderverein sorgt regelmäßig dafür, dass das Krankenhaus neue Geräte erhält oder Dinge gemacht werden können, die sonst nicht möglich wären.

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