Eine Rauchsäule aus dem Wald über Ludwigshafen löste am Mittwochnachmittag Alarm aus. Die Erkundung durch die Feuerwehr zeigte schnell, welche Gefahr dort bestand: Ein kleiner Brand in der Kurve bei der Bergstraße hätte angesichts der aktuellen Trockenheit schnell zu einem ausgewachsenen Waldbrand werden können. „Vor Ort brannten etwa 20 Quadratmeter Laub, Unterholz sowie bereits Bäume im unteren Bereich“, schreibt die Feuerwehr Bodman-Ludwigshafen in ihrem Einsatzbericht.

Aufgrund der Lage sei die Erkundung zu einem Vollalarm für die Abteilung Ludwigshafen geworden. Das Löschfahrzeug LF20 kam zum Einsatz und der Gerätewagen sei mit dem Waldbrandmodul ausgestattet worden. So konnte der Löscheinsatz mit 600 Litern Wasser beginnen, während das LF 8 im Pendelverkehr mehr Wasser zur Einsatzstelle brachte. Insgesamt seien 6000 Liter benötigt worden.
„Durch die eingeleiteten Maßnahmen konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden“, so die Feuerwehr. „Da sich unmittelbar neben der Brandstelle eine errichtete Hütte befand, wurde vorsorglich die Polizei hinzugezogen.“ Diese ermittele nun zur Brandursache.
Die Feuerwehr spricht ihrem Dank dem Kameraden aus, der die Rauchentwicklung früh entdeckt habe. So habe eine Ausbreitung verhindert werden können.

700 Schilfballen brennen auf Insel Reichenau
Aus anderen Teilen von Deutschland hört man unterdessen, wie verheerend Waldbrände sein können. Ein Blick zur Insel Reichenau zeigt zudem in nächster Nähe eine andere Folge der Trockenheit: Als Schilfballen Feuer fingen, breitete sich dies so schnell aus, dass bald 700 brannten und die Feuerwehr im Großeinsatz war. Sogar die Warn-App Nina rief dazu auf, Fenster und Türen weiträumig geschlossen zu halten.
„Bislang ist unbekannt, warum die Schilfballen in Brand gerieten. Eine Selbstentzündung aufgrund von Gärprozessen ist möglich, jedoch auch eine Brandstiftung derzeit nicht auszuschließen“, teilt die Polizei mit. Auch dort laufen die Ermittlungen.
Ein Lichtblick: Am Donnerstagabend regnete es stark.

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