Wer hat es gespürt? Am Nachmittag des 27. Mai gegen 16.30 Uhr gab es laut den Aufzeichnungen des Schweizerischen Erdbebendienstes ein kleines Erdbeben in Stockach. Die Stärke betrug 1,8 auf der Richterskala. Die Angaben auf der Schweizer Seite war das kleine Beben in rund 22 Kilometer Tiefe und wird als „kaum bemerkbar“ eingeordnet.

Der Landeserdbebendienst BW hat in seinen Aufzeichnungen bisher nichts, obwohl er eigentlich auf Schweizer Aufzeichnungen zugreift. Dort auf der Seite findet man nur Angaben zur einem noch kleineren Beben mit 0,6 auf der Richterskala, das sich im Februar dieses Jahres ereignet hat. Ansonsten gibt es ab und an mal ein kleines Beben in der Region, zum Beispiel vergangenen Sommer bei Bodman-Ludwigshafen. Aber allgemein kommt soetwas in Stockach und Umgebung sehr selten vor.

Aber auf Facebook meldet die Seite „Erdbeben in Deutschland“ das kleine Beben vom Mittwochmittag und gibt die Uhrzeit mit 16.27 Uhr an. Dort heißt es: „Die Tiefe des Bebens lag mit rund 22 km Tiefe in dem für die Bodensee-Region üblichen, verhältnismäßig großen Tiefenbereich. Zu spürbaren Erschütterungen kam es daher nicht. Da es sich um automatische Detektionen handelte, müssen wir sowieso noch die manuelle Bestätigung abwarten. Solche Beben werden von automatischen Systemen gerne überschätzt. Zudem ist die Ortung unpräziser.“
Starkes Beben im Jahr 1911
Im Jahr 1911 gab es aber mal ein richtig heftiges Erdbeben in der Region, das auch in Stockach einige Schäden verursacht hat. Das war am 16. November 1911 und hatte eine Stärke von 6,1 auf der Richterskala. Auf einem Foto aus dem Online-Aerchiv des Stadtarchivs Stockach sieht man Schäden am Turm von St. Oswald und in der BIldbeschreibung steht: „Die Schäden in der Kirche und am Turm waren so beträchtlich, dass nur durch dicke Eisenklammern am Achteckteil des Turmes das Ausbrechen der Schlußsteine verhindert werden konnte. Auch durften die Glocken nicht geläutet werden.“


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