Die Zahlen werden jedes Jahr beeindruckender: Der Krankenhausförderverein Stockach wächst und wächst und wächst – jetzt sind es rund 1900 Mitglieder und alleine im Jahr 2025 kamen rund 170 neu dazu. Das sind etwa zehn Prozent in einem Jahr. Der Vorsitzende Rolf Bart freute sich und war stolz, diese Zahl in der Hauptversammlung nennen zu können.
Eigentlich war erst vor einem halben Jahr eine Versammlung, aber der Verein möchte den Turnus ins Frühjahr verlegen. Zudem gab es zwei Wechsel im Vorstand: Schriftführer Siegfried Bühler und Beisitzerin Beate Clot hören auf – Bühlers Nachfolgerin ist Sarah Streit und neuer Beisitzerin ist Joachim Böttinger. Rolf Bart bedankte sich bei den einen für ihr jahrelanges Engagement und hieß die anderen in den neuen Ämtern willkommen.
Neues Logo mit mehr optischer Nähe zum Krankenhaus
Diese Veränderungen waren groß, aber nicht mal die größten: Der Krankenhausförderverein hat nun ein neues Logo – ein Meilenstein. Grafikdesigner Rainer Vollmer stellte das Logo und die Überlegungen dahinter vor, zeigte sogar auch einige Zwischenschritte und verworfene Ideen.

Die grüne Farbe ist geblieben, aber ansonsten ist das stilisierte S mit den dreistöckig daneben gestellten Worten Krankenhaus Förderverein Stockach an das Logo des Krankenhauses angeglichen. So sehe man gleich die Verbindung, erklärte Vollmer, der auch zeigte, dass das MVZ die Optik des Krankehaus-Logos übernommen hat. Nun sind alle drei Logos aufeinander abgestimmt. Er hatte bereits einen Karton mit Blöcken dabei, auf denen die neue Optik des Fördervereins zu sehen ist.
Rolf Bart ergänzte, nach und nach werde alles, wo das Logo vorkommt ausgetauscht, aber Verbrauchsmaterial soll erst mal benutzt werden. Man wolle nichts wegwerfen.
Was der Verein wieder ermöglicht hat
Der Förderverein war in der vergangenen Zeit wieder sehr aktiv. Rolf Bart konnte drei wichtige Spenden für das Krankenhaus aufzählen: Ein Ultraschall-Gerät mit Akku ür die zentrale Notaufnahme, eine Tischkreissäge für die technische Abteilung des Krankenhauses und Warmhaltewägen für die Küche. Mit dem Ultraschall-Gerät sei es nun möglich, Patienten in der Notaufnahme schneller und besser zu untersuchen. Und die nächsten Dinge sind bereits in Umsetzung oder geplant.
Verein und Verwaltung seien stets im Austausch darüber, was gebraucht wird. Durch diese Unterstützung erhalte das Krankenhaus Ausstattung, die sonst nicht finanzierbar wäre. „Wir als Förderverein können das Krankenhaus Stockach so wie wir es kennen und schätzen weiter erhalten“, sagte Bart.

Damit der Förderverein soetwas leisten kann, erhält auch Hilfe oder die Möglichkeit, Geld durch Aktionen einzunehmen. So konnte Bart berichten, dass Geld durch die Bewirtung bei „Christmas Moments“ eingenommen werden konnte und der Meisterkonzert-Erlös im Stumpp an den Verein geflossen sei. Das sei die hauptsächliche Magie beim Kassenbericht.
Alles steigt
Und der fiel sehr gut aus: 2025 konnte der Förderverein den Kassenbestand erhöhen und hatte zum Jahresende rund 135.000 Euro auf dem Konto, wie Schatzmeisterin Annette Mannhart erklärte. 2025 war nicht nur bei den Mitgliederzahlen extrem erfolgreich, sondern auch bei den ausgeschütteten Spenden: Neue Ausstattung im Wert von 96.634 Euro ging an das Krankenhaus – mehr als im Jahr 2024. Die Schatzmeisterin hob hervor, dass die vielfältige Unterstützung des Stockacher Krankenhauses in diesem Maße ohne die Mitglieder und Spender nicht möglich wäre.

Wie genau dieser starke Zuwachs zustande kam, erklärte Bart mit der Broschüre, die im vergangenen Jahr weiträumig verteilt worden sei. Der Rücklauf mit Beitritten sei hoch gewesen. „Einige Neumitglieder sind aus Radolfzell und Tuttlingen. Die Leute wollen unterstützen“, erklärte er mit einem Verweis auf die dortigen Krankenhaus-Schließungen.
Eine Sorge und viel Zuversicht
Krankenhaus-Geschäftsführer Bernd Zimmermann nutzte die Versammlung, um dem Förderverein zu danken. Er ging vor allem auf die Steigerung bei den Mitgliedern ein und ordnete es als beeindruckend ein, wie eine bereits sehr hohe Zahl innerhalb eines Jahres nochmal so deutlich zulegen konnte.

Er danke auch für die kurzen Wege bei Absprachen und wie es innerhalb von zwei bis drei Wochen möglich sei, etwas umzusetzen. Eine etwas sorgenvolle Note schwang allerdings mit, als er die nächste Krankenhausreform erwähnte, die bereits in der Politik in Planung sei, obwohl die aktuelle noch laufe.
Rolf Bart konnte die Versammlung trotzdem voller Zuversicht und Tatendrang beenden: „Wir helfen gerne. Wenn wir nicht so viel Lob über die Arbeit im Krankenhaus hören würden, wäre das so nicht möglich.“



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