Das Niedrigwasser macht Probleme am Auslauf der Stockach Aach – und das sogar mehrfach. Als Gemeinderätin Sonja Hildebrand (Freie Wähler) im Gemeinderat ansprach, dass der aktuelle Wasserstand viel Sediment zum Strandbad bzw. der Umgebung trage und Messungen schon 12 Zentimeter mehr Material auf dem Grund ergeben hätten, stellte sich heraus, dass Bauamtsleiter Marco Leiz noch mehr schlechte Nachrichten hatte.
Sonja Hildebrand ging es darum, schnellstmöglich etwas zu unternehmen. Sie erkundigte sich daher, wann die geplante Maßnahme zur Umlenkung des Ausflusses der Stockacher Aach beginnt. Das ist schon lange geplant, doch Abklärungen und notwendige Genehmigungen der Behörden waren bisher noch Hindernisse. Der Zufluss der Stockacher Aach in den Bodensee hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von gerade auf eine Kurve Richtung Bodman verlagert und schwemmt Sediment an. Die Rätin hoffte darauf, dass die Gegenmaßnahmen aufgrund der Lage vielleicht früher beginnen könnten.
Eine Pflanze ist Schuld
Doch Marco Leiz musste über das genaue Gegenteil informieren: „Die technische Ausführung war eigentlich geklärt, aber jetzt ist wegen dem niedrigen Wasserstand eine Pflanze gewachsen, um die wir drumrumplanen müssen, damit wir die Maßnahme machen können.“

Die Verwunderung war groß und eigentlich standen sofort Fragen der Räte im Raum, was da im Hinblick auf den Naturschutz los ist, Bürgermeister Christoph Stolz bremste die Fragen jedoch sofort, um in der Tagesordnung weiterzumachen. In der Sitzung gab es so keine Antwort mehr, was das für eine Pflanze ist.
Wie gehts nun weiter? Verwaltungsintern wird besprochen, was nun notwenig ist, um so schnell wie möglich, mit den Arbeiten am Zufluss der Stockacher Aach zum Bodensee beginnen zu können.
Und die Pflanze? Trotz mehreren Nachfragen von Tiefgang gab es bisher noch keine Antwort, wie sie heißt – denn die Gemeinde weiß es selbst noch nicht. Sie wartet noch auf die Info vom Ingenieurbüro. Klar ist nur, dass es eine ist, die unter strengem Naturschutz steht. Was das bei Pflanzen und Tieren bedeuten kann, war in den vergangenen Jahren bei den Arbeiten in der Marienschlucht zu sehen.

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