Der aktuell niedrige Wasserstand kann für die Schifffahrt ein Problem sein oder bei weiterem Sinken eines werden. Die gute Nachricht in Bodman-Ludwigshafen und für Besucher der Marienschlucht ist aber: Bei der MS Großherzog Ludwig ist alles gut, sagt Vincent Deinis, Inhaber des Schifffahrtsbetriebs Deinis auf Nachfrage. Trotz Niedrigwasser ist bei dem Schiff alles im grünen oder bessergesagt blauen Bereich. Es hat noch genug Wasser zum An- und Ablegen unter sich.

Aktuell beträgt der Wasserstand in Konstanz 3,10 Meter und in Radolfzell 2,74 Meter. Bodman-Ludwigshafen hat keine Pegelstation, so dass es für dort keine Angabe vorhanden ist. Auf Seiten wie bodenseepegel.de kann man mitverfolgen, wie sich der Wasserstand verändert und wie er im Vergleich zu anderen Jahren aussieht. Die aktuellen 3,11 Meter in Konstanz liegen 68 Zentimeter unter dem langjährigen Mittel. Dieses Jahr gab es auch schon sehr viel niedrigere Stände, ehe die Schifffahrtssaison begonnen hat. Am 6. April wurden in Radolfzell 2,56 Meter verzeichnet, in Konstanz 2,85 Meter.

Anlegen an der Marienschlucht geht ganz normal
Die MS Großherzog Ludwig kann bis 2,60 Meter Wasserstand noch anlegen. Der Kurs des Schiffs verläuft von Bodman nach Ludwigshafen, dann Sipplingen, Marienschlucht, Überlingen und umgekehrt wieder zurück. Sie ist übrigens das einzige Fahrgastschiff, das an der Marienschlucht anlegen darf. Der dortige Steg gehört der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen, die ihr Schiff an Deinis verpachtet hat. Der Betrieb hat auch noch ein zweites, kleineres Schiff – die St. Georg. Sie könne aktuell auch problemlos fahren, so Deinis. Die Gästebegrüßungsfahrten, also moderierte Abendrundfahrten, finden ebenfalls normal statt.

Trotz möglichen Problemen für die Schifffahrt und muffigen Stellen am Seeufer hat das Niedrigwasser auch interessante Seiten: Beim Spazierengehen ist es möglich, an Stellen hinauszulaufen, die sonst unter Wasser sind. Auch manche Dinge liegen frei, die man so sonst nicht sehen kann.

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