Am frühen Montagmorgen ist ein Feuer in einem Haus im Haitachweg ausgebrochen – ein Bewohner starb und der Schaden geht in die Millionen. Dies berichtet die Polizei. Der Brand des Dachstuhls sei in den frühen Morgenstunden gemeldet worden und die Feuerwehr sei ausgerückt, um die Flammen zu bekämpfen. Die Straße sei für den Einsatz gesperrt worden.

Um 8.20 Uhr meldete die Polizei: „Bei dem Brand ist leider eine Person ums Leben gekommen. Eine weitere Person konnte durch die Feuerwehr verletzt aus dem Gebäude gerettet werden und befindet sich derzeit im Krankenhaus. Alle weiteren Bewohner konnten das Gebäude eigenständig und unverletzt verlassen.“
Inzwischen gibt es weitere Details: Der Verstorbene war 76 Jahre alt und die Frau, die ins Krankenhaus kam, ist 87 Jahre alt. Neben ihnen gibt es sieben weitere Bewohner. „Sie kamen zunächst in der Nachbarschaft unter“, so die Polizei. „Das Mehrfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar und muss nach derzeitiger Einschätzung abgerissen werden. Der entstandene Gebäudeschaden dürfte bei rund 1.000.000 Euro liegen.“

Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Die Hintergründe des Brandes seien derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Feuerwehr mit 70 Kräften im Einsatz
Die Feuerwehr Stockach teilt mit, dass die Alarmierung um 5.18 Uhr gekommen sei: „Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Wohneinheit im zweiten Obergeschoss bereits in Vollbrand. Unverzüglich wurde die Menschenrettung und die Brandbekämpfung über das Treppenhaus vorbereitet. Parallel dazu erfolgte ein Löschangriff von außen auf die betroffene Wohnung.“

Im weiteren Einsatzverlauf hätten zusätzliche Atemschutztrupps die übrigen Wohneinheiten kontrolliert, teils gewaltsam geöffnet und nach Personen durchsucht. „Dabei konnte eine Person rechtzeitig aus einer Wohnung im 1. Obergeschoss gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden“, so die Feuerwehr.
Die Feuerwehr hatte neben zahlreichen Fahrzeugen zwei Drehleitern im Einsatz – die aus Stockach und die aus Radolfzell, um von zwei Seiten die Flammen bekämpfen zu können. „Aufgrund der Ausbreitung des Feuers und des erhöhten Kräftebedarfs wurden weitere Einsatzkräfte und Material von den Abteilungen Wahlwies, Hoppetenzell und Mahlspüren im Tal/Seelfingen nachalarmiert“, schreibt die Feuerwehr in ihrem Bericht weiter.

Durch den Einsatz mehrerer Atemschutztrupps sei das Feuer in der Brandwohnung unter Kontrolle gebracht worden. Für die weiteren Löschmaßnahmen im Dachbereich sei ein Zugang über tragbare Leitern geschaffen. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung hätten sich die Arbeiten im Dachbereich als besonders schwierig und kräftezehrend gestaltet. Pressesprecher Felix Ritter schilderte vor Ort, wie von innen der Dachboden nur durch eine Luke zugänglich ist und die Atemschutzträger da nur knapp durchpassen.
Kurz vor Mittag schätzte Ritter, dass die Löscharbeiten noch mindestens bis 15 oder 16 Uhr dauern werden. Einsatzkräfte lösten sich immer wieder ab und wurden sogar von Anwohnern mit Kaffee versorgt.
Dämmmaterial ist eine Herausforderung
Gegen Mittag öffneten Einsatzkräfte über die Drehleitern das Dach, was nicht so einfach war, da die Holzwolle immer wieder die Säge verstopfte, mit der die Dachlatten aufgesägt wurden. Man konnte vor Ort auch sehen, wie an einigen Stellen leichter Qualm hochkam. Ein Stück Holzwolle auf dem Boden zeigte auch Eindrucksvoll die Herausforderung beim Löschen – es qualmte weiter, obwohl es in Wasser getaucht worden war. Der Stockacher Gesamtkommandant Uwe Hartmann erklärte dazu, dieses Material sei schwer entflammbar, aber wenn es erst mal kokle auch schwer zu löschen.
Die Drohnengruppe des Landkreises half aus der Luft, die Stellen zu identifizieren, die noch große Hitze aufwiesen. Die Kräfte auf den Drehleitern konnten dann dort gezielt ansetzen.

Während der Löscharbeiten habe sich Bürgermeisterin Susen Katter ein Bild von der Lage vor Ort und den Betroffenen die Unterstützung der Stadt Stockach zugesichert, so die Feuerwehr. Laut Felix Ritter gibt es in dem Haus fünf Wohnungen und eine, die noch nicht ausgebaut ist.
Insgesamt war die Feuerwehr Stockach mit über 70 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen im Einsatz. Die Feuerwehr Radolfzell unterstützte mit einer Drehleiter sowie dem Abrollbehälter Atemschutz. Die Drohnengruppe des Landkreises half bei Finden von Glutnestern. Der Rettungsdienst war mit über 30 Einsatzkräften vor Ort.














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