Wetterextreme beherrschen das diesjährige Stadtfest: Auf das Gewitter bei der Eröffnung folgte ein starker Hitzetag beim Straßenfest. Wasser war am Samstag also auch ein vorherrschendes Element, vor allem am Stand der Stadtwerke bzw. Bodensee-Wasserversorgung, wo es Gratiswasser zu trinken gab. Die Feuerwehr sorgte mit der Spritzwand und einer spaßigen Dusche für Vergnügen bei den Kindern, die sich so auch abkühlen konnten.
Die hohe Temperatur schwemmte aber auch einige in die Strand- und Freibäder. Die Besucher kamen zwar in Wellen aufs Straßenfest, man merkte aber auch, dass es manchen einfach zu heiß war. Vielleicht blieb der Kinderflohmarkt deshalb auch klein. Bei den Angeboten der Stadtjugendpflege war aber trotzdem viel los – die Kickwand war zum Beispiel sehr beliebt.

Aber: Die Tische an den Essensständen und Schattenplätze waren vor allem zum Mittagessen voll belegt. Die traditionellen Angebote der Vereine und Metzgereien locken jedes Jahr die Menschen an, die sich über frische Hähnchen vom Grill, Schnitzel, Pommes, Würste und mehr freuen.
Sehr beliebt sind auch immer die Dünnele der Aktiven Laufnarren mit dem Teig der Bäckerei Ainser. Bei mir gehört eine davon fest dazu. Und wer sich vielleicht gewundert hat – nein, Wolfgang Kammerlander an zwei Ständen war keine Hitze-Fata-Morgana. Morgens machte er mit seinen Kollegen der Bürgerstiftung Crepes für die Besucher und nachmittags stand er als Aktiver Laufnarr in der Blitzkuchi.
Angebote der Vereine ziehen an
Das Straßenfest ist einfach ein Fest der Begegnung – das zeigt sich jedes Jahr aufs neue. Familien gehen hin und Freunde treffen sich, um zu essen und zu plaudern. Und auch um Vereine zu unterstützen. Beim Bücherverkauf des Lions Clubs und dem Losstand des Round Tables ist es immer eine Win-Win-Situation. Die Besucher stöbern liebend gerne durch die Bücherkisten, um neues Lesefutter oder ein Second-Hand-Schätzchen zu finden. Die Funde werden dann gewogen und 1,50 Euro pro 500 Gramm Bücher fließen guten Zwecken zu. Wer morgens kam, konnte sogar im Schatten stöbern und musste dabei nicht schwitzen. Erst nachmittags standen die Kisten voll im Sonnenschein.

Am Losstand, den ich bereits seit meiner Kindheit kenne, und natürlich jedes Jahr besuche, blieben am Abend noch drei Hand voll Lose übrig – darin hätte sogar noch einer der Hauptpreise gesteckt. Aber trotzdem gingen viele Preise über den Tisch und es gab viele glückliche Gesichter. Und auch hier fließt der Erlös in gute Zwecke.
Mehr als nur ein Stadtfest
Der Krankenhausförderverein war am Stadtfest-Samstag kurzzeitig doppelt im Einsatz. Er informierte in der Oberstadt über seine Arbeit und man sah stets viele Interessierte dortstehen. Ob wohl bald die 2000er-Marke bei den Mitgliedern geknackt wird? Um 13 Uhr gab es eine schöne Aktion im Krankenhaus: Der Verein verteilte an alle Mitarbeiter ein Eis, was natürlich sehr gut ankam und vor allem bei diesen Temperaturen eine tolle Geste war.


Die Musik der Vereine aus Stockach und den Umlandgemeinde an verschiedenen Stellen auf dem Straßenfest zog stets Publikum an und machte richtig Laune. Außerdem zeigt das, wie viel Talent im Raum Stockach steckt. Beim Blick auf die Vielfalt der Vereine und Orte, die Bewirtung der Feuerwehr Hohenfels in der Unterstadt und da Vereine Mitglieder aus vielen Orten haben, ist der Schweizer Feiertag eigentlich auch ein Fest der Region und nicht nur das Stockacher Stadtfest. Es hat eine große Magnetwirkung.
Lokales Engagement sticht heraus
Richtig toll dieses Jahr: Die Firma Eisenpfeiffer hatte eine T-Shirt-Aktion für Kinder, die sehr gut ankam. Das Glücksrad war ebenfalls sehr beliebt. Und das kleine, aber feine Geschäft Seekunst in der Oberstadt präsentierte sich kurz nach dem einjährigen Bestehen mit seinem Sortiment und bot auch eine Bewirtung mit verschiedenen Getränken und Schattenplätze zum Sitzen. Zwei leuchtende Beispiele, von denen es nächstes Jahr gerne mehr geben darf. Wie das Umweltzentrum sich immer einbringt, ist auch super.
Die Kehrseite zwischen den vielen wunderbaren lokalen und regionalen Vereinen, Organisationen und Firmen war leider ein Überangebot an fliegenden Händlern mit Kleidung, Taschen und piepsenden Plüschtieren. Einerseits schön, dass die Schillerstraße mit Ständen bestückt war, aber fast nur solche Stände, dazu noch weitere dieser Art in der Goethestraße, an der Kirchhalde und in der Oberstadt. Vielleicht wäre da eine Begrenzung der Anzahl gut. In der Hauptstraße überraschten ein paar Lücken, vielleicht kurzfristige Ausfälle.




































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