Teure Abkürzung: Autofahrer missachten Vollsperrung am Linde-Kreisel

Mindestens 35 Autofahrer haben am ersten Tag der Vollsperrung des Linde-Kreisels für die Sanierung die Absperrungen missachtet – und fuhren direkt dem Ordnungsamt der Stadt Stockach in die Arme. In den ersten zwei Tagen findet zwar erst mal nur die Baustelleneinrichtung statt, aber die Sperrung ist eine verkehrsrechtliche Anordnung und durchfahren ein Verstoß, der 50 Euro Bußgeld kostet.

Durchfahren verboten – aber einige halten sich nicht dran. Bild: Ramona Löffler

Die Mitarbeiter des Ordnungsamts erzählten im Gespräch mit Tiefgang, sie hätten bereits bis zur Mittagzeit rund 20 Personen erwischt, gegen 17 Uhr waren es mindestens 35. Ein Autofahrer löste die Dame vor ihm nahezu nahtlos ab, obwohl die Herren gut sichtbar dastanden.

Minütliches Wenden vor der Vollsperrung

Auch sonst gab es zu allen drei Seiten des Kreisverkehrs viele Fahzeuge, die trotz frühzeitigen Schildern direkt vor den rot-weißen Sperrzäunen landeten.Die Autos hatten es relativ leicht, zu wenden und eine andere Route zu nehmen. Bei den großen Lastwagen wurde es schon etwas kniffeliger.

Ein Lastwagen von vielen, der in der Goethestaße (B31-alt) bis vor die Vollsperrung fuhr und wendete. Dabei werden Lastwagen eigentlich vorher großräumig umgeleitet. Bild: Ramona Löffler

Beim Telekom-Areal reichte der Platz recht gut, doch in der Straße am Stadtwall war es umso enger, als die großen Fahrzeuge sich in die kleine Kurve zur Goethestraße bei den E-Fahrzeug-Parkplätzen schoben.

Zu allen Seiten des Linde-Kreisverkehrs ist die Vollsperrung deutlich aufgebaut. Bild: Ramona Löffler

Da Osterferien sind, schiebt sich aktuell weniger Verkehr durch Stockach als sonst, aber die Auswirkungen sind trotzdem schon deutlich spürbar. In der Weißmühlen-Straße bei Aldi fuhren die Autos dicht an dicht Richtung Innenstadt. Dort wird es zu Stoßzeiten auf jeden Fall eng.

Das erste Stück Erde ist offen

Baustellen-Tag 1 brachte übrigens die Sperrung, erste Teile der Baustelleneinrichtung und das Innere des Kreisverkehrs wurde abgeräumt. Dort klafft auch das erste Loch, da dort eine Gasleitung freigelegt werden musste.

Bei der umfangreichen Sanierung ist der Aspahlt eigentlich nur ein kleiner Teil: Es geht tief in die Erde, da Leitungen erneuert oder ergänzt werden müssen. Außerdem entsteht unter dem Kreisel ein Regenauffangbecken.

Insgesamt dauert die Sanierung zwischen Kreisverkehr und Einmündung zur Stabelstraße 18 Monate, die in drei Bauabschnitten zu jeweils rund sechs Monaten stattfinden. Die Achse Goethestraße/Ludwigshafener Straße wird also im Herbst wieder frei.

Eine Gasleitung auf dem Inneren des Kreisels liegt bereits frei. Mehr Baustelle wird im Lauf der kommenden Tage sichtbar, vor allem wenn der Asphalt abgefräst wird. Bild: Ramona Löffler

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