Mindestens 35 Autofahrer haben am ersten Tag der Vollsperrung des Linde-Kreisels für die Sanierung die Absperrungen missachtet – und fuhren direkt dem Ordnungsamt der Stadt Stockach in die Arme. In den ersten zwei Tagen findet zwar erst mal nur die Baustelleneinrichtung statt, aber die Sperrung ist eine verkehrsrechtliche Anordnung und durchfahren ein Verstoß, der 50 Euro Bußgeld kostet.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamts erzählten im Gespräch mit Tiefgang, sie hätten bereits bis zur Mittagzeit rund 20 Personen erwischt, gegen 17 Uhr waren es mindestens 35. Ein Autofahrer löste die Dame vor ihm nahezu nahtlos ab, obwohl die Herren gut sichtbar dastanden.
Minütliches Wenden vor der Vollsperrung
Auch sonst gab es zu allen drei Seiten des Kreisverkehrs viele Fahzeuge, die trotz frühzeitigen Schildern direkt vor den rot-weißen Sperrzäunen landeten.Die Autos hatten es relativ leicht, zu wenden und eine andere Route zu nehmen. Bei den großen Lastwagen wurde es schon etwas kniffeliger.

Beim Telekom-Areal reichte der Platz recht gut, doch in der Straße am Stadtwall war es umso enger, als die großen Fahrzeuge sich in die kleine Kurve zur Goethestraße bei den E-Fahrzeug-Parkplätzen schoben.

Da Osterferien sind, schiebt sich aktuell weniger Verkehr durch Stockach als sonst, aber die Auswirkungen sind trotzdem schon deutlich spürbar. In der Weißmühlen-Straße bei Aldi fuhren die Autos dicht an dicht Richtung Innenstadt. Dort wird es zu Stoßzeiten auf jeden Fall eng.
Das erste Stück Erde ist offen
Baustellen-Tag 1 brachte übrigens die Sperrung, erste Teile der Baustelleneinrichtung und das Innere des Kreisverkehrs wurde abgeräumt. Dort klafft auch das erste Loch, da dort eine Gasleitung freigelegt werden musste.
Bei der umfangreichen Sanierung ist der Aspahlt eigentlich nur ein kleiner Teil: Es geht tief in die Erde, da Leitungen erneuert oder ergänzt werden müssen. Außerdem entsteht unter dem Kreisel ein Regenauffangbecken.
Insgesamt dauert die Sanierung zwischen Kreisverkehr und Einmündung zur Stabelstraße 18 Monate, die in drei Bauabschnitten zu jeweils rund sechs Monaten stattfinden. Die Achse Goethestraße/Ludwigshafener Straße wird also im Herbst wieder frei.


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