Tagelanger Dauereinsatz: Glutnester sind Herausforderung für Feuerwehr

Qualm und sogar kleine Flammen erscheinen immer wieder am Dach des Mehrfamilienhauses im Haitachweg in Stockach – auch zweieinhalb Tage, nachdem die Feuerwehr am frühen Morgen den Brand des Dachstuhls gelöscht hat. Die Dachisolierung sei zwar schwer entflammbar, aber wenn sie dann kokle, sei sie schwer zu löschen, erklärt Gesamtkommandant Uwe Hartmann.

Selbst bei zwei Containern voller Schutt und Isolierung sei es unglaublich gewesen: „Wir hatten die Container gewässert, aber der Wind hat die Isolierung doch wieder entflammt“, schilderte er am Mittwochmittag nach der Rückkehr von der Entsorgungsfahrt. Hartmann war in dem Löschfahrzeug, dass die beiden gefüllten Container ins Industriegebiet begleitet hat. Dort stehen sie nun, gefüllt mit Löschschaum und mit einer Salzschicht bedeckt.

Noch kein wirkliches Ende in Sicht

Salz? Ja, diese Schicht ist zum Schutz drauf. Im Gegensatz zu Erde sei Salz später einfacher von den anderen Materialien trennbar und könne sogar noch als Streusalz verwendet werde, so Hartmann. Oder Niko Schätzle, der ebenfalls Einblicke in die aufwendigen Arbeiten gibt.

Das Nachlöschen dauern an. Die Kräfte lösen sich immer wieder ab, manche waren inzwischen schon mehrfach vor Ort, zum Beispiel Hartmann selbst. Am Mittwochmittag waren die Abteilungen Mahlspüren im Hegau und Winterspüren im Einsatz. Sie arbeiteten mit einer Ersatzdrehleiter, da das Stockacher Drehleiterfahrzeug am Montag Schäden davongetragen hatte.

Nachdem ein Großteil des Dachs bereits weg und in den Containern steckt, waren am Mittwoch trotzdem wieder und weiter Sägen im Einsatz. Noch mehr vom Dach musste weg und immer wieder stieg hier und da etwas Rauch auf. „Wenn der starke Wind nicht wäre, würde es vielleicht anders aussehen“, sagte Hartmann.

Vielleicht der bisher längste Einsatz

Auf die Frage, ob es schon mal so lange andauernde Löscharbeiten gab, überlegte Hartmann, wie es damals bei dem Feuer auf einem Hof in Malezreute gewesen war. Beides liegt momentan gleich auf oder das Brandhaus im Haitachweg fodert schon mehr von der der Feuerwehr.

Wann der Dauereinsatz wirklich zu Ende sein wird, ist noch nicht klar. Immer wieder habe alles gut ausgesehen, aber plötzlich habe sich eine Stunde später wieder ein Glutnest bemerkbar gemacht.

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