Ein kurioser Einsatz hielt am Montagnachmittag Feuerwehr, Polizei und DLRG im Naturschutzgebiet zwischen Bodman und Ludwigshafen auf Trab. Die Einsatzkräfte mussten laut eines Berichts der Feuerwehr Bodman-Ludwigshafen einen Mann, der sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, aus dem Wasser holen.
Der Mann sei vor der Polizei geflüchtet und im Naturschutzgebiet von einer Brücke in die Stockacher Aach gesprungen. Dort habe er sich rund 300 Meter durch das Schild in Richtung Bodensee bewegt.

Die Einsatzkräfte hätten den unterkühlten Mann dort aus dem Wasser gerettet. Die Feuerwehr beschreibt den Einsatz so: „Aufgrund einer ausgeprägten Unterkühlung war ein eigenständiges Gehen nicht mehr möglich, weshalb ein liegender Abtransport erforderlich war. Die ebenfalls alarmierte DLRG Bodman sowie die Feuerwehr Radolfzell unterstützten den Einsatz und transportierten den Mann mittels Schleifkorbtrage durch das unwegsame Gelände zum bereitstehenden RTW, wo die weitere medizinische Versorgung erfolgte.“ Die Polizei habe den Mann schließlich festgenommen.
Sobald Informationen von der Polizei vorliegen, wird der Artikel aktualisiert.
Zwei Einsätze zeigen Bandbreite der Feuerwehr
Dies war bereits der zweite Einsatz der Feuerwehr Bodman-Ludwigshafen im neuen Jahr – beide Male ohne Feuer, was zeigt, welche vielfältigen Arten von Einsätzen es für die Feuerwehr gibt. Im ersten Einsatz musste sich Kommandant Steffen Bretzke laut Einsatzbericht mit einem Kollegen am Sonntag um eine tote Möwe in Ludwigshafen kümmern.

„Aufgrund der aktuell geltenden Maßnahmen im Zusammenhang mit der Vogelgrippe müssen Wasservögel und Möwen eingesammelt und zur Untersuchung weitergeleitet werden“, so die Feuerwehr in ihrem Bericht. An Wochenenden und nachts übernehme die Feuerwehr im Auftrag der Gemeinde diese Aufgabe. Die Einsatzkräfte hätten den toten Vogel fachgerecht gesichert.

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