Uff, warum so lange? Mehr als anderthalb Jahre Vollsperrung beim Linde-Kreisel

Eine Straßensperrung, mit den wohl längsten und umfangreichsten Auswirkungen, die Stockach in Jahrzehnten gesehen hat, kommt ab April. Die Vollsperrung des Linde-Kreisels sowie der Straße Stadtwall (L194) in drei Bauabschnitten bedeuten den vorübergehenden Verlust einer der wichtigsten Verkehrsadern in der Stadt und für Verkehrsteilnehmer aus der Region.

Auf Schilder, die inzwischen am Kreisel und anderen Stellen aufgestellt wurden, ist eine voraussichtliche Bauzeit von April 2026 bis Ende 2027 zu lesen. Das sind also mehr als anderthalb Jahre. Aber warum so lange?

Viele Maßnahmen kommen zusammen

Stadtbaumeister Lars Heinzl hatte bereits in einer Gemeinderatssitzung im vergangenen Herbst ein paar Eckdaten zur großen Sanierung der Straße und der darunter liegenden Leitungen genannt. Da es sich um Bundes- und Landesstraßen handelt, ist der Bund für die Maßnahme zuständig. Die Stadtwerke Stockach tauschen aber parallel verschiedene Leitungen aus.

Die Sanierung von Straßenschäden ist nur ein kleiner Teil der Sanierungsarbeiten. Auch unterirdisch muss am Kreisel und in der Straße Stadtwall viel gemacht werden – und das dauert. Bild: Ramona Löffler

Es wird drei Bauabschnitte geben, die nacheinander stattfinden. Zwar hat das Regierungspräsidium Freiburg noch keine Pressemitteilung veröffentlicht, aber dafür sind im aktuellen Newsletter der Wirtschaftsförderung Informationen und Hinweise enthalten. Dort steht: „Die Arbeiten umfassen die Erneuerung und Verbreiterung des Kreisels, die Sanierung der Fahrbahn, neue Fußgängerquerungen, die Erneuerung von Geh- und Radwegen sowie die Modernisierung der Kanalisation.“

Die Bauabschnitte und das Thema Lidl

Die drei Bauabschnitte sollen jeweils circa sechs Monate dauern. Beim Blick auf die im Newsletter veröffentlichte Grafik scheint es aber eine gute Nachricht zur B31-alt zu geben: Der Kreisverkehr selbst und die L194 bis zur Einmündung Brodmannstraße sind als Abschnitt 1 gekennzeichnet. Somit dürfte dieser Teil als erstes fertig sein und dann wieder freigegeben. Dann wäre zumindest ein Teil der wichtigen Verkehrsachsen nach rund sechs Monaten wieder frei.

Diese Grafik ist im aktuellen Newsletter der Wirtschaftsförderung der Stadt Stockach enthalten. Grafik: Stadt Stockach

Der folgende Bauabschnitt 2 zwischen den Einmündungen Brodmanstraße und Talstraße wird im Herbst in etwa dann beginnen, wenn der neue Lidl öffnet. Genaue Datumsangaben gibt es bisher weder für die Bauabschnitte, noch für Lidl. Beim alten Lidl war die Zufahrt zum Parkplatz nur von der Straße Stadtwall möglich, doch wenn dort gesperrt ist, wird die Zufahrt voraussichtlich von der Weißmühlenstraße aus eingerichtet werden müssen.

Der Kreisel im Hintergrund und die Straße bis zur Einmündung Brodmannstraße bilden den ersten Bauabschnitt. Damit wird dieser Teil dann innhalb eines halben Jahres fertig und wieder frei. Bild: Ramona Löffler

Bauabschnitt 3 erstreckt sich von der Einmündung Talstraße bis zur Einmündung Stabelstraße. So wie die drei Abschnitte liegen, wird also immer die direkte Verbindung von der B31-alt zur L194 abgeschnitten sein. Für alle, die diese Strecke täglich oder regelmäßig fahren, bedeutet das also mehr als anderthalb Jahre Umleitung.

Lastwagen müssen über die Autobahn ausweichen

Zu den Umleitungen ist im Newsletter angegeben, dass die Routen für Autos innerorts entsprechend ausgeschildert werden. Lastwagen sollen großräumig über die beiden Stockacher Autobahn-Zubringer umgeleitet werden. Die Stadt „wird alles daran setzen, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, transparent zu informieren und die Erreichbarkeit der Innenstadt sicherzustellen“, heißt es im Newsletter weiter.

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