Huch! Winterhexe entkommt fast dem Funkenfeuer

Unerwartete Überraschung beim Funkenfeuer in Unteruhldingen: Der Wind hielt die Flammen von der Winterhexe auf dem Funken fern. Sie wollte einfach nicht Feuer fangen. Da es geregnet hatte und der Funken durchnässt war, konnten sich die Flammen ohnehin nur langsam vorkämpfen.

So blieb es spannend: Brennt die Hexe noch oder nicht? Der Pfahl mit der Hexenfigur neigte sich immer mehr nach links, während der Wind die Flammen rechts in die Höhe bersten ließ. Die meisten Zuschauer war neugierig und blieben stehen.

Der Funken mit der Hexe vor dem Anzünden. Das Holz ist vom Regen durchweicht. Bilder: Ramona Löffler

Nach mehr als einer Dreiviertelstunde hatte sich der Pfahl schließlich so geneigt, dass er an einer kokelnden Stelle brach und die Hexe neben dem Feuer auf den Strand fiel. Die Funkenbuben halfen dann etwas nach und wagten sich trotz der Hitze zur Hexe, hoben sie an und warfen sie in die Flammen.

Die Böller in der Figur knallten schließlich noch laut, ehe die Flammen knisternd weiter vor sich hin brannten. Christ- und Narrenbäume, die an einer feuerlosen Stelle am Wasser lagen, teilten mit Hilfe der Funkenbuben schließlich das Schicksal der Hexenfigur.

Viele Orte haben heute noch den alten Brauch, am Sonntag bzw. dem Wochenende nach Fasnacht einen Funken aus Christbäumen und altem Holz zu errichten. Meist kommt oben eine Hexenfigur drauf. Unteruhldingen sticht jedoch heraus, da das Funkenfeuer dort am Hafen und nur wenige Meter vom Wasser stattfindet.

In Espasingen zum Beispiel findet der Funken erst am Samstag, 28. Februar statt. Dort kommen auch Tannen aus Bodman-Ludwigshafen mit auf den Haufen. Das Besondere ist dort zudem, dass alles so aufgeschichtet wird, dass die Personen mit den Fackeln in eine Höhle im Haufen reingehen und das Feuer dort anzünden können.

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