Was für ein Abend! Am #Hästag zum Auftakt des Narrentreffens zur Feier von 675 Jahren Hohes Grobgünstiges Narrengericht zu Stocken war jede Menge Party angesagt. Die volle Kammerer-Festzelt-Arena mit der Brassband Blaska auf der Bühne und ebenso volle Gaststätten bei der parallelen Wirtshaus-Fasnet sprachen für sich.
Da waren sicherlich direkt zu Beginn der dreitägigen Riesenfeier zum Jubiläum des Narrengerichts eine gut vierstellige Zahl an Narren aller Altersgruppen unterwegs. Hauptsächlich Erwachsene, aber zumindest am früheren Teil des Abends tanzten und feierten auch ein paar KInder mit ihren Eltern im Festzelt. Der Narresome eben – der närrische Nachwuchs.

Livemusik reißt das Publikum mit
Überall herrschte großartige Stimmung. In der Fortuna, der Nellenburger Talstation, dem Restaurant Helena, dem Indian Mirchi (Linde) und dem Weinkeller im Bürgerhaus Adler Post gab es hangemachte Musik von Musikern der VSAN, die regelmäßig wechselten, so dass sie überall auftreten konnten.
Wulf Wager mit Kaisers Hausband, GsälzBär, Roland Drews mit weiteren Musikern und die Schorlequetscher Rottenburg und die Poppeletradimusi kamen bei den Narren sehr gut an. Gülle & Pimmel fielen krankheitsbedingt aus.

Narrenrichter Jürgen Koterzyna gehörte zu denen, die nicht nur in den Lokalen unterwegs waren, sondern auch im Festzelt. Nach dem Start in der Nellenburger Talstation kam er gegen 20.30 Uhr zu Blaska auf die Bühne, um kurz und knackig das Narrentreffen zu eröffnen.
Alle singen und tanzen mit
Zwei Highlights folgten direkt im Anschluss: Mit kräftiger Unterstützung des begeisterten Publikums heizte Blaska die Stimmung mit den beiden beliebten Bodensee-Hymnen an: „Die Fischerin vom Bodensee“ und „Wir lieben den Bodensee“.
Das erstgenannte Lied hatte auch noch eine passende Choreografie zu den Versen mit dem weißen Schwan, der den Kahn mit der schönen Fischerin zieht, der andere Song hat besondere Verbindungen zu Stockach: Er stammt von „Papis Pumpels“, deren Sänger Rainer „Papi“ Vollmer ein Gerichtsnarr ist, und zudem ist Blaska-Sänger Jonas auch ein Mitglied der Pumpels.
Das Publikum war übrigens sehr textsicher. Im Zelt war es, als ob ein großer Chor mitsingt und in den Lokalen klangen bekannte Fastnachtslieder durch die Räume. „Die Fischerin vom Bodensee“ ist natürlich ein Lied, das an so einem Abend nicht nur einmal vorkommt.
Im Indian Mirchi (Linde), dem diesjährigen Narrenwirtshaus, animierten die Musiker die Gäste zu einer Polonaise, an der auch die meisten teilnahmen und lautstark mitsangen, ehe sie dann auch noch im daran anschließenden „Schneewalzer“ das Tanzbein schwangen.
16 neue Laufnarren auf einmal
Im „Helena“ fand sogar ein Laufnarrenschlag statt: Ganze 16 Männer auf einmal wurden dabei zu Stockacher Laufnarren geschlagen. Unter unten waren einige Offenburger Hexen, zudem Mitglieder verschiedener Narrenzünfte, die an diesem Wochenende in Stockach zu Gast sind.
Auf den Straßen war es am Freitagabend ruhig, was am Samstagabend definitiv anders sein wird. Nach dem Sternmarsch aus drei Richtungen in die Oberstadt finden Brauchtumsvorführungen verschiedener Narrenzünfte statt. Dutzende Besenwirtschaften sorgen anschließend für die Bewirtung während der Narrennacht. Neben dem Kammerer Zelt ist dann auch die Sparkassen-Party-Zone (Jahnhalle) offen.





























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