Karten ruckzuck weg: So beliebt sind das Narrengericht und der Bunte Abend

Um 9 Uhr ging es los, um 9.05 Uhr war es vorbei: Der Kartenvorverkauf für die diesjährige Sitzung des Narrengerichts mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder stieße auf gewaltiges Interesse, als am vergangenen Samstag die Tickets in den Verkauf gingen. In den Vorjahren bekam man meist noch länger Karten.

Und jetzt? Keine Chance mehr? Nicht ganz: Auf der Buchungsseite steht der Vermerk: „Die Veranstaltung ist ausgebucht. Aber für gewöhnlich gibt es immer wieder Rückläufer. Bitte einfach von Zeit zu Zeit hier hereinschauen.“ Wenn also jemand seine Karten stornieren sollte, gehen diese wieder in den Verkauf. Manchmal gibt es auch in verschiedenen Medien Kartenverlosungen – also Augen aufhalten.

Der Screenshot zeigt: Alle Kategorien sind ausverkauft. Bild: Screenshot

Die Kartenlosen gehen unterschiedlich mit der Situation um: Manche machen ihrem Ärger in Sozialen Netzwerken Luft, manche fragen dort, wie man noch an Karten kommt und andere versuchen es über das Portal Kleinanzeigen. Dort sind sechs Suchanzeigen online (Stand Montagabend). Die stammen aber nicht nur aus Stockach, sondern auch Radolfzell oder Villingen-Schwenningen.

Ähnliches beim Bunten Abend der Seehasen

So ärgerlich dies für die auch war, die leer ausgegangen sind – ein schneller Ausverkauf ist nichts Ungewöhnliches bei einer Veranstaltung. Nicht umsonst hört man bei Konzerten bekannter Künstler immer wieder, wie schnell die Karten weggewesen seien. Auch bei vielen beliebten, regionalen Events gibt es oft ruckzuck keine Plätze mehr.

Eine Karte und ein Programmheft für den Bunten Abend 2026 in Ludwigshafen. Bild: Ramona Löffler

Schon der Blick in den Nachbarort Ludwigshafen zeigt genau das und sogar noch ebenfalls bei einer Fasnachtsveranstaltung und am selben Vorverkaufstag. Am Samstag fand dort im Gemeindezentrum der Kartenvorverkauf für die beiden Bunten Abende am letzten Januar-Wochenende statt. Nur vor Ort, nicht digital wie beim Narrengericht. Schon rund eine Stunde vor Beginn standen dort massenweise Einwohner Schlange, berichten Anwesende.

Das Ergebnis: Der Freitagstermin war nach etwa einer Stunde komplett ausverkauft. Für den Samstag gingen so viele Karten über den Tisch, dass nur noch wenige übrig blieben. Das Team entschied dann die Restkarten in der Touristinfo in den Vorverkauf zu geben. Wer noch sehen, will wie die Narren tanzen oder lokale Themen auf die Schippe nehmen, hat dort noch eine Chance. Oder vielleicht kurzfristig, wenn jemand doch nicht kann und Karten im Internet weitergibt.

Wäre ein dritter Termin am Sonntag machbar? Nein, sagt Zunftmeister Oliver Thum. Die Seehasen brauchen den Sonntag, um alles wieder aufzuräumen und die Küche zu putzen, da diese am Montag wieder vom benachbarten Kindergarten gebraucht werde. Der Kindergarten und das Gemeindezentrum sind baulich miteinander verbunden.

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