Fasnetvugrabe mit guter Bilanz, Hiobsbotschaft und Söder-Anekdote

Die Stockacher Narren haben die Fasnacht 2026 zu Grabe getragen. Mit dem traditionellen Zug vom Narrenwirtshaus trugen sie den kleinen Sarg, auf dem die Dauer der diesjährigen Fasnet von Dreikönig bis Aschermittwoch stand, zum Narrenbaum. Dort liefen sie um den Baum und beweinten das Ende der närrischen Tage. An den Narrenkappen hin auch jeweils ein schwarzer Bändel.

Jürgen Koterzyna hielt nach dem Fasnetsvugrabe seine letzte kurze Rede als Narrenrichter. Sein Nachfolger wird im April in einer nichtöffentlichen Sitzung gewählt.

Bei der anschließenden Hauptversammlung des Vereins Hans Kuony im Narrenstüble in der Adler Post gab es viel Positives. Jochen Sigg berichtete als Säckelmeister von guten Einnahmen bei verschiedenen Anlässen. Der Kassenstand habe sich so im Jahr 2025 verbessert. Koterzyna wies allerdings noch auf die Kosten des Narrentreffens zum 675. Jubiläum hin. Die Gesamtkosten lägen bei rund 140.000 Euro und ein kleiner Teil dieser Summe komme vom Verein.

Rückblick auf erfolgreiche Fasnacht

Der scheidende Narrenrichter zog eine Bilanz zum zurückliegenden Jahr und der Fasnet 2026. Dabei betonte er, wie wichtig der Förderverein für die Fasnacht sei, da die Kosten für Busse zu Narrentreffen, Häser oder Dekoration für verschiedene Veranstaltungen teuer seien. In dieser Fasnacht seien die Stockacher Narren beim Narrentreffen in Furtwangen sowie in Wahlwies gewesen, also eine lange und eine kurze Anfahrt.

Neben den normalen närrischen Veranstaltungen, sei dieses Jahr das Narrentreffen „ein großer Brocken“ gewesen. Er freute sich über den Erfolg und dankte nochmals allen Beteiligten: „Klasse, was ihr mit uns gestemmt habt.“ Das Narrengericht und seine Gliederungen würden als das ja eigentlich nur als Hobby machen. „Ohne die Profis von der Stadt, Feuerwehr und so weiter könnten und dürften wir das alles gar nicht“, sagte er.

Markus Söder und der Hubschrauber

Er lief die verschiedenen Ereignisse und Tage Revue passieren, wobei das wechselhafte Wetter immer wieder zur Sprache kam. Wenn die Sonne geschienen habe, hätten die bunten Häser geleuchtet. Zum Beklagten Markus Söder erzählte er noch eine kleine Anekdote: Söder sei mit dem Hubschrauber nach Stockach angereist, nach 16 Uhr angekommen und ziemlich blass ausgestiegen. Er lobte daher, wie er sich das auf der Bühne nicht habe anmerken lassen.

„Wir hatten einen bockstarken Beklagten. Sowas wollten wir und haben ihn deshalb eingeladen“, fasste Koterzyna zusammen und hatte auch viel Lob für Kläger Michael Nadig und Fürsprech Christoph Stetter, die komplett auswendig gesprochen hätten.

Mit Blick auf 2027 gab es eine kleine Hiobsbotschaft. Die Fasnacht im kommenden Jahr wird mit 35 Tagen deutlich kürzer als die diesjährige mit 44 Tagen sein. Eigentlich wäre turnusgemäßig wieder Bunter Abend, doch aufgrund der kurzen Fasnachtszeit werde dies auf 2028 verschoben. Das Narrengericht Stockach richtet immer nur alle zwei Jahre die aufwendigen Bunten Abende aus.

Rund ums Jahr viel los

Jürgen Koterzyna ließ am Ende nicht unerwähnt, was und wie viel das Narrengericht rund ums Jahr macht: Die Weinlaube und mehr am Schweizer Feiertag, verschiedene Ausflüge, vieles im Arbeitskreis Narresome und der Winterzauber im Dezember. Mit anderen Worten: „Langweilig wird es nicht.“

Dieses Mal standen keine Neuwahlen an und Alt-Kollege Rainer Schwab übernahm die Entlastung des Vorstands. Er gratulierte dabei zu den gelungenen Narrentagen unter Koterzynas Führung. Dieser erwiderte: „Das funktioniert, weil wir alles gemeinsam machen.“

Laufnarrenvater Michael Zehnle schloss sich dem Lob noch an und dankte Koterzyna für die zehn Jahre als Narrenrichter, die er hervorragend gemacht habe.

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