Besondere Orden für Susen Katter, Jürgen Koterzyna und Rolf Moll

Überraschungen waren beim Festempfang im Rahmen der Narrentage 2026 in Stockach normal: Eigentlich ist Narrenrichter Jürgen Koterzyna derjenige der andere überrascht, doch dieses Mal wusste auch er selbst von nichts. Die Reden zur Würdigung der Narrentage und 675 Jahre Narrengericht Stockach wurden von Ordensverleihungen und dem Laufnarrenschlag von Erzbischof Stefan Burger begleitet. Und es waren nicht nur hohe, sondern auch besondere Ehrungen.

Die Stockacher Bürgermeisterin Susen Katter erhielt für ihre Unterstützung für das Narrengericht und die Fasnacht das bronzene Ehrenabzeichen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN).. Dabei streckte die VSAN die Regeln ein bisschen, da sie eigentlich in einer Zunft sein müsste, um diesen Orden zu erhalten. Es gab allerdings Verständnis dafür, dass sie bei zwei Frauenzünften im Stockach die jeweils andere nicht benachteiligen wollte. Also bekam sie den Antrag zur Aufnahme in den Förderverein des Narrengerichts überreicht.

Susen Katter sprach beim Empfang über die Bedeutung der Fasnacht und würdigte das Narrengericht. Alles in Reimen.

Der Narrenrichter überreichte Rolf Moll vom gleichnamigen Abschleppunternehmen den Hans-Kuony-Orden erster Klasse, da er immer anpackt und während Corona zum Beispiel am späten Abend einfach mal einen Narrenbaum mit dem Autokran gesetzt hat. In einer Rede würdigte Koterzyna den Stockacher und erklärte, warum er diese Auszeichnung mehr als verdient hatte.

Die höchste Ehrung ging an Jürgen Koterzyna selbst: Das goldene Ehrenabzeichen der VSAN. Für seine Leistungen in 27 Jahren in verschiedenen Funktionen im Dienst der Stockacher Fasnacht. Er ist seit 2017 Narrenrichter und hatte im Narrengericht zuvor schon die verschiedensten Funktionen inne. Nun hört er als Narrenrichter auf, stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl. Den Vertretern der VSAN war es wichtig, ihm den Orden zu verleihen während er noch im Amt ist. Koterzyna zeigte sich gerührt und überwältigt.

Schon bei der Begrüßung der Gäste drückte Koterzyna übrigens seinen Wunsch an die große Politik aus, Fasnachtsbräuche mehr und besser zu unterstützen und stärken kann. „Falls ihr Anregungen braucht – ich habe ab Montag etwas mehr Zeit“, bemerkte er.

Gleichzeitig dankte er Stadt und Landkreis, die das bereits tun. Landrat Zeno Danner und Bürgermeisterin Susen Katter ergriffen ebenfalls das Wort. Der Landkreis sei da ein Vorbild, da Danner sofort alle Unterstützung zugesagt habe. Aber natürlich hatte er auch viel Lob für die Gliederungen dabei, da sich alle Mitglieder in der Freizeit und im Ehrenamt einsetzen.

Am Ende des Festempfangs stand er selbst mit einer Kerze Pate, als Erzbischof Stefan Burger zum neusten Stockacher Laufnarr geschlagen wurde.

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