Schönes und Seltsames am Verkaufsoffenen Sonntag in Stockach

So einen Verkaufsoffenen Sonntag hat Stockach vielleicht noch nie gesehen – im besten Sinne, aber auch beim Gegenteil. Das Wetter war perfekt und in der Stadt waren viele Leute unterwegs. Zwei Höhepunkte waren eindeutig die beiden Neueröffnungen an diesem Tag. Die Innenstadt hat nun zwei Geschäfte mehr, die verschiedene Zielgruppen ansprechen und beleben. Andere Türen blieben leider zu.

Larifari, ein Geschäfts für Second Hand-Kinderkleidung und Spielzeug, hat im früheren Stoffhaus im Hägerweg eröffnet. Die Familien gingen wie in einem Bienenstock ein und aus und fanden viele Sachen für den Nachwuchs. Der Besucherstrom zeigte: Das Geschäft von Larissa Kirchmann ist etwas, das in Stockach genau richtig ist. Dort gibt es alle Größen, sogar ein paar Stangen mit Kleidung für Erwachsene.

Kinderkleidung ist stark gefragt

Die Inhaberin hat mit dem Geschäft in Stockach ihre zweite Filiale eröffnet. Die andere, erste Filiale in Liptingen schraubt gerade etwas zurück, während Stockach mit voller Kraft und fast täglichen Öffnungszeiten startet. Larissa Kirchmann freute sich am Sonntag über den tollen Start in Stockach und den vollen Laden.

Die Neueröffnung war auch mit einem Kuchenverkauf der Klasse 6f vom Schulverbund Nellenburg verbunden, so dass die Kunden auch noch direkt ein paar leckere Dinge mitnehmen konnten.

Mit dem neuen Blumenladen in der Schillerstraße kommt auch dort wieder mehr Leben rein. Das Ladenlokal, in dem früher Blumen Peter war, stand jahrelang leer. Nun gibt es nicht nur innen und zu den Öffnungszeiten wunderschöne Sträuße, Pflanzen für außen und innen sowie Deko, sondern außen steht sogar ein Automat, in dem man Tag und Nacht Sträuße und mehr kaufen kann. Obwohl der Laden, der einzige war, der am Sonntag in der Straße geöffnet hatte, war die Neugier der Kunden groß und sie gaben sich die Klinke in die Hand.

Einige Türen blieben verschlossen

Ja, was hatte offen? In der Stadt waren unglaublich viele Menschen unterwegs, aber es war schade, dass weniger Ladentüren als sonst geöffnet waren. Die Oberstadt war trotzdem voller Aktionen und gut gelaunten Besucher. Auch die beiden Flohmärkte auf den Parkplätzen von Rewe am Dillplatz und dem Aach-Center waren große Magnete – aber: In der Hauptstraße und der Goethestraße machten nicht alle mit. So zogen sich die Lücken bis zum nächsten Geschäft manchmal weit. Vor allem der neue Blumenladen war etwas abgelegen, hat aber den Vorteil am Weg zum Bahnhof und Aach-Center zu liegen. Stadtweit gab es zudem weitere Anlaufpunkte zum Bummeln und Shoppen, zum Beispiel die ZG und Möbel Stumpp.

Vom Marktplatz bis zum Goldenen Ochsen war der große Kern des Verkaufsoffenen Sonntags. Die Essensangebote zogen viele Menschen an und machten gute Laune: Dünnele von den Laufnarren, ein Aktionsstand mit Glücksrad von den Stadtwerken Stockach, Kuchen vom Eintracht-Chor, Kürbis-Suppe und Waffeln von der Seekunst, Würste von der Metzgerei Knoll, weitere Essenswägen und die Außentische beim Brasil waren voll. Weiter vorne lockten immerhin die Bäckerei Ainser und das Eiscafé Venezia. Bei der Metzgerei Bechler konnten die Kunden den Metzgern zuschauen.

Verkostung von seltenen Obstsorten

Besondere Probiererle hatte das Umweltzentrum an seinem Stand: Apfel und Birnensorten, die selten sind. Da waren zum Beispiel Äpfel mit so klangvollen Namen wie Kronprinz Rudolf oder Kaiser Wilhelm. Viele nutzten die Gelegenheit, sich durch das tolle Angebot durchzuprobieren, denn diese Sorten gibt es hier nicht zu kaufen. Man kann sie aber live sehen, da sie alle auf dem Streuobstpfad zwischen Osterholz und Airach wachsen.

Die beiden Verkaufsoffenen Sonntage dieses Jahr hatten beide mit den Sperrungen und Umleitungen durch die Großbaustelle am Linde-Kreisel und der Straße „Stadtwall“ zu kämpfen. Auswärtige Besucher waren verwirrt und der Weg ins Parkhaus für den Besuch der Oberstadt war durch die Sperrung der Stabelstraße erschwert. Wer nichts ortskundig war, hatte seine Mühe. Dennoch war postitiv, wie viele Leute ihr Auto am Dillplatz oder anderen Stellen in der Unterstadt abgestellt haben und zu den Flohmärkten und in die Oberstadt gelaufen sind.

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