Was ist offen, was ist zu? So ist nach dem Unwetter die Lage bei der Marienschlucht

Umgestürzte Bäumen machen momentan das weitläufige Areal in der und um die Marienschlucht auf dem Bodanrück gefährlich. Daher gibt es von Seiten der Gemeinden, auf deren Gemarkungen sie liegt, umfangreiche Sperrungen. Aber bedeutet das wenige Monate nach der Wiedereröffnung nach elf Jahren Sperrung schon wieder ein Betretungsverbot?

Ja und nein. Die Schlucht selbst wäre laut Sandra Domogalla, Leiterin Tourismus, Kultur und Marketing der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen, theoretisch zugänglich. Die Wege zur Schlucht mit dem neuen Metallsteg seien jedoch das Problem. Im Gespräch mit Tiefgang erläutert sie, auf dem Uferweg zwischen Bodman und der Marienschlucht seien beim Unwetter am 28. August Bäume umgestürzt. Daher sein die für solche Fälle installierten Tore geschlossen. Ebenso sei es auf dem Weg vom Parkplatz bei Langenrain zum Schluchteingang gefährlich – auch dort habe das Unwetter Spuren hinterlassen.

Nur ein Weg ist offen

Der Weg von Wallhausen über den Burghof zum unteren Eingang der Marienschlucht ist der einzige, der offen ist. Allerdings führe er quasi in eine Sackgasse, so Sandra Domogalla. Würde man von dort aus zur Schlucht gehen und hochlaufen, käme man nicht weiter. Aktuell halte auch die MS Großherzog Ludwig auf ihren Kursen auch nicht an am Anlegesteg der Marienschlucht.

Die jeweils zuständigen Gemeinden arbeiten bereits daran, die Wege wieder begehbar zu machen. Allensbach sei dazu auch im Austausch mit dem Gräflichen Haus Bodman, dem der der Bereich Marienschlucht auf Gemarkung Allensbach-Langenrain gehöre.

Der Weg vom Parkplatz zum oberen Schluchteingang ist aktuell gesperrt. Archivbild: Ramona Löffler

Wie schnell welche Bereiche wieder geöffnet werden können, blieb am Montag offen. Im Gegensatz zum tödlichen Errutsch nach tagelangem Starkregen im Mai 2015 gab es beim Unwetter am Freitag aber keine so schlimmen Folgen. Der neue Steg in zehn Metern Höhe und mit Abstand zum Fels wurde so aus Sicherheitsgründen gebaut. Die Tore am Uferweg gehören zum Sicherheitskonzept der Marienschlucht.

Und jetzt? Sandra Domogalla erklärt, zahlreiche Bäume müssten weggeräumt und dann auch die Hänge an den Wegen auf Gefahren kontrolliert werden. Wie lange es dauert, bis die Wege wieder freigegeben werden können, sei noch unklar. Sie gehe aber davon aus, dass dies bald möglich sein werde. Aktuelle Infos gebe es auch stets auf der Internetseite marienschlucht.info. Dort beschreibt die Gemeinde die Sperrungen und weist darauf hin: „Die Überprüfungs- und Aufräumarbeiten haben begonnen. Bitte beachten Sie unbedingt zu Ihrer eigenen Sicherheit die aktuellen Sperrungen.“

Wenn von der Marienschlucht die Rede ist, bedeutet das übrigens nicht nur die eigentliche Schlucht, sondern den gesamten Bereich.

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