Kriegsrat, Entmachtung, Narrenbaum: Stockacher Fasnachts-Tradition in Bildern

Jetzt steht er 30 Tage und prägt die Stockacher Oberstadt, da er weithin sichtbar ist: Der Stockacher Narrenbaum, ein elementares Stück Tradition in der Stockacher Fasnacht. Das Stellen am Schmotzigen Dunschtig fand bei sehr durchwachsenem Wetter statt: Bewölkt, leichter Regen, plötzlich strahlende Sonne, dann wieder Tropfen und Wolken.

Ohne den Beklagten. Normalerweise kommt dieser am späten Vormittag in Stockach an und ist bei allem an diesem Tag dabei. Doch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder kam erst zur Narrengerichtsverhandlung an.

So fanden auch der Empfang im Bürgerhaus für geladene Gäste, die Kriegsratszene, die Übernahme der niederen Gerichtsbarkeit, der Narrenbaum-Umzug und das Stellen ohne den Ehrengast statt. Die Zimmerer streikten trotzdem kurz der bevor der Baum gerade stand. Ganz traditionell eben. Nach einer Stärkung mit Essen und Trinken sowie historischen 1000-Mark-Scheinen von Narrenrichter Jürgen Koterzyna folgte schließlich der Endspurt.

Als der Baum stand und befestigt war, hatte ein neuer Kletterbue seine Premiere, um den Sicherungsring in mehreren Metern Höhe zu lösen. Unter der Anfeuerung der Zuschauer schaffte er es und erhielt viel Applaus.

Wer die Ganze Zeit vor Ort geblieben ist, konnte verfolgen, dass das Narrenbaum-Stellen ein großer Kraftakt ist, der viele Hände braucht. Und Geduld. Die Zimmerer nutzen eine traditionelle Technik, bei der viele Helfer den Baum in kleinen Etappen immer weiter mit verschiedenen Stangen anheben.

Der Stockacher Narrenbaum wird immer in den frühen Morgenstunden an Lätare gefällt. Dieses Jahr fällt dies auf Sonntag, 15. März.

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